Der historische Stadtkern der Wallfahrtsstadt Werl soll zukünftig mehr sein als nur ein Einzelhandelsstandort. Unter dem Leitgedanken „Entschleunigen und Wohlfühlen“ soll die Stadtmitte zu einem vielfältig nutzbaren Raum für die Bevölkerung werden.

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Bürger:innen eine attraktive Innenstadt zu bieten, wird für Kommunen immer schwieriger. Der erstarkte Online-Handel, Leerstände und auch der demografische Wandel stellen sie vor große Herausforderungen. Die Wallfahrtsstadt Werl stellt sich diesen mit einer klugen Idee. Sie will ihre Innenstadt im Rahmen der REGIONALE 2025 vom klassischen Einzelhandelsstandort in einen vielfältig nutzbaren Raum verwandeln. Unter dem Leitgedanken „Entschleunigen und Wohlfühlen“ soll die Mitte neu belebt sowie digital, nachhaltig und authentisch umgestaltet werden. 

Was Werl in den nächsten Jahren vorhat, könnte als Vorbild für andere Städte in der Region dienen. Die Fußgängerzone und der Kurpark von Werl sollen durch gezielte Maßnahmen aufgewertet und so für die Bürger:innen der Stadt und auch Besucher:innen bzw. Wallfahrer:innen attraktiver werden. Ein zentraler Punkt sind dabei einerseits die Einbindung von Entschleunigung und der Wallfahrtstradition, aber auch innovative Ansätze für Wohnen, Leben und Arbeiten.

In der Fußgängerzone sollen beispielsweise bewusst „Grüne Räume“ zum Innehalten, Ruhefinden und zur Begegnung geschaffen werden. Der Marktplatz an der Wallfahrtsbasilika soll zu einer vielfältig nutzbaren Stadtmitte aufgewertet und eine zentrale Informations- und Servicestelle in einem Leerstand eingerichtet werden. Gleichzeitig ist geplant, weitere leerstehende Ladenlokale in der Fußgängerzone als kulturelle und soziale Begegnungsstätten oder auch als medizinische oder Bildungseinrichtungen neu zu nutzen. Auch im Kurpark sind Veränderungen geplant. Die Pläne für die Grünanlage umfassen unter anderem die Errichtung von Ladestationen für E-Bikes, einen neuen Wasserspielplatz und einem intelligentes Lichtmanagementsystem.

Seit der Auszeichnung mit dem ersten Stern wurden in Werl die Pläne für die Neugestaltung der Fußgängerzone und des Kurparks kontinuierlich weiterentwickelt. So hat die Wallfahrtsstadt beispielsweise eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben, um ihre Kernkompetenzen noch gezielter zu definieren und bei der Umgestaltung der Innenstadt darauf aufbauen zu können. Außerdem hat sich die Stadt erfolgreich als Modellkommune im Rahmen des „City Lab Südwestfalen“ beworben und erhält nun professionelle Unterstützung für die Erarbeitung einer „City App“ und einer Stadtplattform, welche die neue gestaltete und vielfältige Innenstadt auch im digitalen Raum erlebbar machen sollen.

Projektträger: Wallfahrtsstadt Werl

Projektpartner*innen: Wallfahrtsteam Werl, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung mbH (GWS)



Ansprechpartner*in für das Projekt: Anja Stakemeier, Wallfahrtsstadt Werl (Tel.: 02922 / 800 10 16, E-Mail: anja.stakemeier@­werl.de)

Projektmanagerin im REGIONALE-Team: Eva Borgmann (Tel.: 02761 / 835 11 14, E-Mail: e.borgmann@suedwestfalen.com)