Die Denkfabrik soll weiterentwickelt werden. Die ansässigen Institutionen sollen in die Lage versetzt werden, klein- und mittelständische Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützten. Das erste Teilprojekt kann bereits starten.

  •  Projektfortschritt
  •  Digitale Kompetenzlandschaft
  •  Märkischer Kreis

Info: Das Projekt gliedert sich in drei Teil-Vorhaben.
DOT.AP (Digitales Offenes Technik Ausbildungs-Portal) erhielt am 02. September 2021 den dritten Stern und kann umgesetzt werden.
Innovation Factory erhielt am 08. Dezember den 2. Stern.


Ziel des Projekts "Denkfabrik digital" ist die Unterstützung der digitalen Transformation und die Stärkung der Digitalisierungskompetenz der südwestfälischen Unternehmen. Dabei handelt es sich um die konsequente Weiterentwicklung der Denkfabrik im neuen Wissensquartier in Lüdenscheid, das sich in unmittelbarer Nähe zur Phänomenta befindet.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die im Quartier der Denkfabrik ansässigen Institutionen (u.a. Kunststoffinstitut, Institut für Umformtechnik, Deutsches Institut für angewandte Lichttechnik) durch technologische Infrastruktur und durch qualifiziertes Personal in die Lage versetzt, konkrete Unterstützungsangebote insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen zu entwickeln. Im Sinne einer digitalen Kompetenzlandschaft in Südwestfalen erfolgt eine inhaltliche Spezialisierung insbesondere in den Bereichen digitale Kunststofftechnik, digitale Gebäudetechnik und digitale Umformtechnik.

Den ersten Stern in der REGIONALE 2025 erhielt das Vorhaben „Denkfabrik digital“ bereits 2019. Seither wurde das Vorhaben konkretisiert und in drei Bausteine gegliedert: das Digitale Offene Technik Ausbildungs-Portal (DOT.AP), die Digitale Bildungsplattform (DiBiP) und die Innovation Factory.

Teilprojekt DOT.AP.

Als Teil des umfangreichen Gesamtprojekts „Denkfabrik digital“ entsteht nun in einem ersten Schritt ein digitales Aus- und Weiterbildungsmodell. Sein Name: DOT.AP. Das steht für „Digitales Offenes Technik Ausbildungs-Portal“. Unternehmen und Mitarbeitende der Metall-, Kunststoff- und Lichttechnik sollen sich über das Portal einem technischen Thema im eigenen Tempo nähern können – vom Laien bis zum Profi, von der Theorie bis zur Praxis. Das zuständige Gremium in der REGIONALE 2025 hat dem Teilprojekt den dritten Stern auf Abruf verliehen. Über das NRW-Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit stehen Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Initiative REACT-EU bereit. Da noch Förderformalitäten zu erledigen sind, erhielt das Projekt im September 2021 den dritten Stern auf Abruf. 

Es geht darum, Unternehmen, Mitarbeiter:innen und Interessierten neue, technische Themen individuell näherzubringen. Das Modell berücksichtigt die unterschiedlichen Wissensstände – vom Laien bis zum Trainer ­– und kombiniert diese mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen. Neben virtuellen Hilfsmitteln kommen auch reale Demonstratoren zum Einsatz, sodass neue Technik für die Nutzer:innen auch erfassbar und erlebbar wird. Auf diese Weise können für alle Interessierten mit beliebigen Wissensständen und Ausgangssituationen individuelle Ausbildungswege und -tiefen ermöglicht werden.

Der thematische Fokus liegt zunächst auf den im Projekt vertretenen Kernkompetenzen Metall-, Kunststoff- und Lichttechnik. Die Lösung soll jedoch auch anderen Bildungsträgern aus anderen Branchen als offenes Bildungsportal zur Verfügung stehen und sich leicht übertragen und anwenden lassen.

„Der erste Gedanke war: `Geschafft, die Arbeit hat sich gelohnt!‘ Obwohl sie jetzt erst richtig losgeht!“, sagte Torsten Urban, der beim Kunststoff-Institut Lüdenscheid für Aus- und Weiterbildung zuständig ist, zur Auszeichnung mit dem dritten Stern auf Abruf. „Die Zeit der Projektausarbeitung hat uns als Konsortium sehr eng zusammengebracht. Die vielen Treffen, Diskussionen, Kontroversen, Kompromisse haben uns einen Schwung verliehen, den wir nun, wenn es an die Projektrealisierung geht, unbedingt nutzen wollen. Wir würden lieber jetzt als gleich beginnen, das praktisch umzusetzen, das wir in so vielen Stunden gemeinsam theoretisch skizziert haben.“

Entwickelt wurde die Idee für DOT.AP durch das Kunststoff-Institut der mittelständischen Wirtschaft aus Lüdenscheid mit Partnerinstitutionen aus dem Wissensquartier rund um die Phänomenta in Lüdenscheid. DOT.AP soll sich vor allen Dingen um die Aus- und Weiterbildung in den Bereichen digitale Kunststofftechnik, digitale Gebäudetechnik und digitale Umformtechnik kümmern.

Teilprojekt Innovation Factory Lüdenscheid

Mit der „Innovation Factory Lüdenscheid“ nimmt ein weiterer Baustein der „Denkfabrik digital“ Formen an. Die Innovation Factory soll Studierende, Freiberufliche und Gründer:innen ansprechen und sie mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen der Region zusammenbringen. Indem ein gründerfreundliches Ökosystem etabliert wird, sollen sie dort in vernetzten Projekten an zukunftsträchtigen digitalen Themen arbeiten können. 
Die Innovation Factory soll das bereits etablierte Entwicklungs- und GründerCentrum Lüdenscheid (EGC) auch räumlich weiterentwickeln und zu einem Ort der Vernetzung werden. Daran arbeitet das EGC mit den Start-ups „like machines“ und „momotum“. Unterstützung kommt von der Stadt Lüdenscheid und den Instituten für Kunststoff und Umformtechnik.

Der zweite Stern der REGIONALE 2025 gebe dem Vorhaben einen deutlichen Schub, sind sich Jörg Marré (EGC), Arthur Dulinksi (like machines) und Julius Laufenberg (momotum) sicher. „Es ist die Bestätigung für die Idee ein gründerfreundliches Ökosystem zu schaffen, mit dem Wissen, dass es Start-ups in Zukunft einfacher haben werden. Es zeigt uns, dass die Bedeutung von Innovationen und Unternehmertum, die aus Start-ups heraus generiert werden, wertgeschätzt werden. Mit der Auszeichnung werden die Chancen für zukünftige Generationen und Gründer erhöht, Ideenreichtum, Kreativität und Wissen in selbstständiges Unternehmertum zu überführen – wovon lokale Unternehmen, die Stadt und die Region Südwestfalen nachhaltig profitieren werden!“

Den Beteiligten ist bewusst, dass sie dafür weitere Partner brauchen. Hochschulen, Banken und Gründerhubs sollen für die Innovation Factory begeistert und die aktive Vernetzung mit anderen Innovationshubs und Netzwerken vorangetrieben werden.

Projektträgerin: Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS)

Projektpartnerinnen: Kunststoffinstitut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH, DIAL GmbH, Institut für Umformtechnik der mittelständischen Wirtschaft GmbH, Fachhochschule Südwestfalen, Technikzentrum Südwestfalen gGmbH, Stiftung Phänomenta Lüdenscheid, Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, Stadt Lüdenscheid, Entwicklungs- und GründerCentrum Lüdenscheid GmbH, like machines, momotum, Initiative junge Lüdenscheider



Ansprechpartner für das Projekt: Jochen Schröder, GWS (Tel.: 02352 / 9272 11, E-Mail: schroeder@gws-mk.de) Dirk Aengeneyndt, Stadt Lüdenscheid (Tel.: 02351 / 17-0, E-Mail: dirk.aengeneyndt@luedenscheid.de

Projektmanager im REGIONALE-Team: Sebastian Yun-Christmann (Tel.: 02761 / 835 11 13, E-Mail: s.yun-christmann@suedwestfalen.com)

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