Der "Campus für digitale Kreativität" soll ein zentraler Ort werden, der zur Entwicklung von Ideen und Projekten einlädt. Das Ziel: ein Modellprojekt für die Zusammenführung von Industrie und Handwerk, beruflicher (Weiter-)Bildung, Kunst und Kultur.

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Der Campus für digitale Kreativität soll ein zentraler Ort werden, der zur Entwicklung von Ideen und Projekten einlädt, Digitalisierung nutzt, Partner vernetzt und Ergebnisse, sammelt, bündelt und zwecks Weiterentwicklung einspeist und vorantreibt. Verortet wird dieser Campus auf dem historischen Gelände des Gut Rödinghausen in Menden, auf dem im Herrenhaus aktuell ein Industriemuseum entsteht.

Das Gut Rödinghausen, eingebettet in eine alte Parkanlage, galt seit jeher als gute Adresse für Kultur und Kunst. So sind u.a. Aufenthalte von Anette von Droste-Hülshoff belegt. Der Campus möchte diese Tradition fortführen und Historie mit Zukunft verbinden: als Modellprojekt für die einzigartige Zusammenführung von Industrie und Handwerk, beruflicher (Weiter-)Bildung und Kultur. Ein digitales Zentrum der besonderen Art, das bei seinen Aktivitäten von Kindergärten über Schulen bis hin zur Weiterbildung in Kooperation mit den Hochschulen eine Einheit sowie abgestimmtes, aufeinander aufbauendes Handeln schafft. Dafür sollen die weiteren Gebäude des Hofes genutzt werden.

Bausteine des Projektes sollen sein:

Think Tank
Kreative, Schüler, Studenten, Auszubildende und heimische Unternehmen werden zusammengebracht, um interdisziplinär an innovativen Lösungen z.B. im Bereich der Metallverarbeitung, der Mobilität oder der Leuchtenentwicklung zu arbeiten.

Creative Tanks
In Form von Seminaren, Workshops für Schulen, Jugendgruppen oder Erwachsene stehen Räume und Technik zur Verfügung, in denen mit der Digitalisierung unter Anleitung und mit konkreten Aufgabenstellungen Erfahrungen gesammelt werden können.

Artists in Residence
Mit "Artists in Residence" werden "Meister des Fachs" sowohl in technologischer wie auch künstlerischer Sicht eingeladen, ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse vorzustellen, weiterzugeben oder auszuprobieren.

Poesie der Dinge
Die Verbindung eines Industrie-Museums mit der Industrie 4.0 in der Objekte und Produkte von damals und heute zu Exponaten werden.

Diese vier Bausteine sind ausgerichtet auf Digitalisierung, um dabei den regelmäßigen Austausch der (Fach)Hochschulen mit der heimischen Industrie sowie dem Handwerk zu gewährleisten. Ein Ausbildungsprogramm für Schulen mit ihren LehrernInnen und die regelmäßige Weiter- und Fortbildung von ArbeitnehmerInnen sollen ebenfalls eine Rolle spielen. Für diesen Bereich ist die Universität Siegen, Fachbereich für Wirtschaftsinformatik, mit Prof. Dr. Volker Wulf als Partner in das Projekt eingebunden.

Ein Kunstfestival, das die unterschiedlichsten Künste wie Musik, Literatur, bildende und darstellende Kunst präsentiert, wird bereits im Jahr 2019 auf dem Gutshof erstmalig stattfinden und in das Gesamtkonzept des Campus integriert werden.


Projektträger: Stadt Menden

Projektpartner: Stadt Arnsberg, Universität Siegen (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien), ZDW (Zentrum für Digitalisierung der Wirtschaft Südwestfalen)