Hier erfahren Sie, wie Sie bei der REGIONALE 2025 mitmachen und Projekte umsetzen können

Die REGIONALE ist ein umfangreiches Programm, hinter dem viel Arbeit steckt.
Manches wirkt auf den ersten Blick etwas vertrackt, ist es aber gar nicht.
Die Erklärfilme helfen dabei, den Überblick zu behalten - für die REGIONALE insgesamt und für die einzelnen Themenbereiche, in denen die Region zukunftsfähige Projekte entwickeln und umsetzen will. 

In den kommenden Wochen und Monaten kommen neue Erklärfilme hinzu. Schauen Sie doch mal wieder vorbei!

Alle Projekte der REGIONALE 2025 in Südwestfalen sollen die Südwestfalen-DNA in sich tragen. DNA steht für Digital-Nachhaltig-Authentisch. 
Dahinter steckt das Ziel, mit digitaler Hilfe unsere Zukunft ökologisch und sozial zu gestalten und uns dabei selbst treu bleiben. 

  • Wir wollen unser Leben so organisieren, dass wir sorgsam mit unserer Umwelt umgehen und so natürliche Ressourcen schonen. Saubere Luft, Städte und Dörfer, die Begegnung schaffen, wenig Verkehrslärm und eine attraktive Seen- und Waldlandschaft tragen zur positiven Wahrnehmung Südwestfalens bei – außerdem bleiben wir gefragt als Lebens- und Arbeitsort für alle Bevölkerungsgruppen.
     
  • Und wir wollen unsere Zukunft sozial gestalten, Teilhabe ermöglichen und Unterschiede abbauen. Als Region des gelebten Zusammenhalts haben wir die besten Voraussetzungen dafür. Wirtschaften, leben und arbeiten in Südwestfalen grenzt nicht aus, sondern bindet ein. Das fördert den Austausch untereinander – im Beruf wie auch im Privatleben.
     
  • Das alles steht nicht im Widerspruch zu ökonomischen Zielen. Ganz im Gegenteil. In Zukunft werden genau die Unternehmen langfristig erfolgreich sein, die tragfähige Geschäftsmodelle zur Lösung der großen ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit entwickeln. Dazu zählen beispielsweise auch neue Wege in der Gesundheitsvorsorge und der Mobilität. Unsere mittelständischen Familienunternehmen bringen dafür das notwendige Rüstzeug und die richtige Mentalität mit. Und auch die Verantwortlichen in den Kommunen und in den Kreisen sind gefragt. Wir nutzen unsere wirtschaftlichen Kompetenzen, baulichen und landschaftlichen Ressourcen, Governance-Strukturen, Netzwerke, Ideen und Werte.

Gemeinsam wollen wir ökologische, soziale und ökonomische Lösungen für unser gesellschaftliches Zusammenleben entwickeln.

Dabei wird uns die Digitalisierung helfen. Zunächst einmal beschreibt sie Veränderungen, die durch innovative Informationstechnologien vorangetrieben werden. Die Veränderungen wirken sich auf alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens aus – auch auf die Art und Weise, wie wir dieses organisieren. Wir haben also die Chance, diese dynamischen Entwicklungen – sowohl die technologischen, als auch die gesellschaftlichen und ökonomischen – für eine nachhaltige und authentische Regionalentwicklung zu nutzen und so Digitalisierung zu gestalten.  

Dies gelingt uns am besten, wenn wir den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Denn Innovationen setzen sich vor allen Dingen dann durch, wenn sie für die Nutzer einen Mehrwert haben. Etwa, weil sie schneller an bessere Informationen kommen oder ihre Arbeit und ihr Alltag erleichtert werden. Digitale Innovationen bieten die Möglichkeit, Lösungen komplett neu zu denken und Aufgaben ganz neu zu organisieren, so dass sie zu den Menschen in der Region passen, kurz: nachhaltig und authentisch sind. Dabei entstehen große Mengen von Daten, mit denen wir verantwortungsvoll umgehen müssen.

Durch die Entwicklung und Umsetzung der Projekte im Rahmen der REGIONALE 2025 werden wir zu selbstbestimmten Gestaltern in einer immer dynamischeren und vernetzten Welt. So wird „digital, nachhaltig und authentisch“ zum Programm für Südwestfalen.

 

Die REGIONALE 2025 lebt vor allen Dingen von den Akteuren und den Menschen in Südwestfalen, die mutig sind, querdenken und sich einbringen.

Ihre Impulse bilden die inhaltliche Klammer der REGIONALE 2025. Sie ist unterteilt in drei Handlungsfelder (Raum, Gesellschaft sowie Wirtschaft und Arbeit) mit insgesamt neun Projektbereichen.

Die Beschreibungen der einzelnen Projektbereiche sind Zukunftsbilder für Südwestfalen im Jahr 2030. Sie dienen als Überlegungen und Ansätze für Projektträgerinnen und Projektträger, um Südwestfalen digital, nachhaltig und authentisch weiterzuentwickeln.

Die Zukunft des Raums in Südwestfalen

Wir in Südwestfalen sind überzeugt: Der Mehrwert für modernes, energiekluges Leben, für regionale Produktion und für gemeinsames Arbeiten und Leben liegt in der Kombination von virtuellen und physischen Räumen. Und wir sehen die große Chance für unseren Raum darin, dass in dieser Kombination etwas typisch Südwestfälisches liegt: digital und zum Anfassen gleichermaßen. 

Wenn wir uns digital organisieren und an Knotenpunkten in unseren Dörfern und Städten zusammenkommen, um zu teilen, reden, lernen, arbeiten und feiern, überlagern sich virtuelle Hotspots mit dem Nachbarschaftsgespräch bei einer Tasse Kaffee.

Wenn Südwestfalen das Thema Mobilität ganzheitlich angeht und die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt, dann kommen wir besser von A nach B. Dann profitiert unsere Region direkt von den Entwicklungserfolgen der ansässigen Firmen und Forschungseinrichtungen. Außerdem kann sie die Chancen einer regionalen Mobilität für gesellschaftliches Zusammenleben nutzen.

Wenn uns intelligente und sichere Datenvernetzung dabei hilft, unseren Lebensraum smarter zu gestalten und wir neuen Kooperationsformen offen gegenüberstehen, dann bieten sich neue Chancen für ein modernes Landleben und für neue Modelle des Allein- und Zusammenlebens in jedem Alter.

An diesen Mehrwerten setzen die Projektbereiche "Digitale Mitten", "Mobilität fürs echte Leben" und "Smart Living" an. 

Unser Zukunftsbild im Bereich "Mobilität" für Südwestfalen im Jahr 2030

Im Jahr 2030 sollen alle Menschen in Südwestfalen einfach, flexibel, zuverlässig und schnell an ihr Ziel kommen. Die Wege nach Hause, zur Arbeit, zu kulturellen Angeboten und zur Daseinsvorsorge sind garantiert. 

Das ist ambitioniert, aber möglich. Weil Gesellschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft kooperativ zusammenarbeiten. Und weil sich Südwestfalen als Experimentierraum versteht, in dem die Akteure die Situation immer wieder hinterfragen und darauf reagieren und agieren. 

Wie entwickeln wir die Mobilität in Südwestfalen bis 2030 weiter? 

Unser Ansatz ist ganzheitlich: Die südwestfälische Mobilität funktioniert nur durch eng vernetzte Verkehrsträger und -mittel. Ein Führerschein wird künftig nicht mehr zwingend nötig sein, wenn neue digitale Angebote und Services entstehen, die die Mobilität jedes Einzelnen in Südwestfalen erleichtern. 

Wir haben und benötigen unterschiedliche Optionen, um ans Ziel zu kommen und entscheiden selbst, welche wir wann nutzen. Wir nehmen den Bus, das Rad, gehen mehr zu Fuß oder nutzen neue Mobilitätsangebote. Auch die Infrastruktur für E-Mobilität und neue Formen wie automatisiertes Fahren müssen dafür ausgebaut werden. Südwestfalen fühlt sich aktiv an und trotzdem entschleunigt.

Dank innovativer Ideen der Menschen in Südwestfalen sind auch kleinere Dörfer gut erreichbar. Wir brauchen ansprechende Mobilstationen, die Mobilitätsangebote verknüpfen und uns als Treffpunkte dienen. Ebenso benötigen wir zuverlässige Informationen zu Verfügbarkeit und Abfahrtszeiten in Echtzeit. 

Firmen und Betriebe können mit der Einführung eines Mobilitätsmanagements ihre Ressourcen schonen. So ist es für Mitarbeiter und in einem zweiten Schritt auch Bürgern möglich die Fuhrparkflotten von Unternehmen zu nutzen. Die digitalen Möglichkeiten bieten zudem der Logistik die Chance, sich neu aufzustellen, die Straße zu entlasten und die Potenziale der Schiene auszuspielen.

Ist das nachhaltig?

Es gelingt, mit weniger Fahrzeugen größere Mobilität zu ermöglichen. Das veränderte Fahrverhalten ist nachhaltiger und trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Zudem werden Stadt- und Dorfmitten grüner und schaffen mehr Aufenthaltsqualität, etwa weil ungenutzte Parkplätze zu Grünflachen umgestaltet werden.

Wir sind mobil und bleiben es auch im Kopf. Immer weniger Familien werden mehr als ein Auto benötigen, weil sich Sharing-Systeme und öffentliche Angebote – auch ‚on demand‘ – etabliert haben. Wir können uns Verkehrsmittel leihen bei anderen mitfahren. Die Buchung von Services geht ganz einfach, erschwinglich und online.

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Mobilität bedeutet Freiheit, denn sie ermöglicht den Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie schafft Zugänge zur Daseinsvorsorge, stärkt den ländlichen Raum und stellt einen wichtigen Standortfaktor für Südwestfalen dar. 

Innovative Geschäftsmodelle für die Mobilität im ländlichen Raum schaffen auch neue Einkommensmöglichkeiten. Start-ups, Verkehrsunternehmen, Automobilzulieferer, Logistiker, der Einzelhandel, aber auch die Gastronomie gestalten die Zukunft mit.  

Mobilität in Südwestfalen

  • ist modern, sicher, zuverlässig und flexibel.
  • schont das Klima.
  • garantiert Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben.
  • generiert Wertschöpfung im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.

Wenn uns dies gelingt, erfährt der ländliche Raum Südwestfalen eine enorme Aufwertung – und die Lebensqualität aller steigt.

Unser Zukunftsbild im Bereich "Smart Living" für Südwestfalen im Jahr 2030

Smart Living ist ein Querschnittsthema, das uns den Alltag in allen Lebensbereichen erleichtern kann – ob beim Wohnen, beim Arbeiten oder beim Mobil sein. Das Potenzial von Smart Living geht also weit über technische, digitalisierte Gebäude hinaus. 

Wie entwickeln wir Smart Living in Südwestfalen bis 2030 nachhaltig weiter? 

Mit einer nachhaltigen Stadt- und Dorfentwicklung kümmern wir uns um den ländlichen Raum ebenso wie um die urbanen Bereiche und schaffen es, ihre spezifischen Wohnformen miteinander zu verbinden. Beide ergänzen sich, ohne dass die eigene (baukulturelle) Identität verlorengeht. 

Die Nachfrage und unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in Südwestfalen bestimmen, welche (alternativen) Wohnformen wir haben und brauchen werden. Gesellschaftliche Aspekte denken wir in den Prozessen immer mit.

Bei allen Vorhaben steht der Mensch weiterhin im Mittelpunkt. Gebäude werden maßvoll geplant und saniert. Südwestfalen entwickelt in diesem Bereich ein eigenes Profil: die einfache Robustheit. Mit Hilfe der Gebäudetechnik in Südwestfalen und innovativen Konzepten können wir Vorreiter für andere ländliche Regionen werden. Dabei setzen wir auch auf heimische Produkte und Materialien und auf die Kompetenz unserer handwerklichen Könner. Gerne geben wir dieses Wissen auch an die nachfolgenden Generationen weiter.

Intelligente Lösungen vereinfachen unser Leben. Wir nutzen Systeme, die selbstständig und gut funktionieren und haben selbst die Fähigkeiten erlangt, diese neuen Möglichkeiten zu beurteilen. 

In 2030 werden wir die modernste Technik in unseren Lebensalltag integriert haben und sie als selbstverständlich ansehen. Ethische Ansätze – etwa technische Anwendungen in der Pflege von Hilfsbedürftigen – und die Abhängigkeit von digitalen Systemen werden berücksichtigt und abgewogen. Datensicherheit und Datenschutz spielen für uns in Südwestfalen eine herausragende Rolle.

Smart Living bedeutet auch Energieeffizienz und -einsparung. 2030 setzen wir Energie in Südwestfalen möglichst regenerativ, intelligent und sparsam ein. Damit schützt unsere Region aktiv das Klima. Gleichzeitig wird die Klimafolgenanpassung als wichtiges Querschnittsthema mitgedacht.

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Smart Living in all seinen Facetten kann die soziale Teilhabe bis ins hohe Alter verbessern, beispielsweise durch nachhaltige (Wohn-)Konzepte für junge und ältere Menschen.

Planende, ausführende, produzierende, verwaltende, unterstützende, forschende und energieliefernde Berufe, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Institute gestalten die Entwicklung in Südwestfalen. Schon bei der Planung werden sich die Akteure vernetzen und innovative Methoden und Instrumente einsetzen. Dadurch können auch neue Geschäftsideen und sogar -modelle entstehen.

Eine neue Art der Vernetzung, die vielfältige Kontakte und Interaktionen umfasst, führt zu lebendigen Orten – auch das ist Smart Living. 

Wenn uns all dies gelingt und wir Digitalisierung als selbstverständliche Unterstützung verstehen, können Automation und intelligente Systeme unser Leben in Südwestfalen leichter, attraktiver und smarter machen. 

Unser Zukunftsbild im Bereich "Digitale Mitten" für Südwestfalen im Jahr 2030

Digitale Mitten in Städten und Dörfern sind physische Orte mit digitalen Anteilen. Sie haben Flair, Wind, Düfte, eine Atmosphäre, sie lassen Südwestfalen sichtbar und spürbar werden. Sie wecken das Bedürfnis, an einem gemeinsamen Ort zusammenzukommen. 

Wie entwickeln wir unsere digitalen Mitten in Südwestfalen bis 2030 nachhaltig weiter?

Typisch für unsere Region ist, dass wir das Gemeinsame schätzen und eine Region der gelebten Kooperation sind. Darum spiegeln unsere "digitalen Mitten" die Vielfalt der Lebensstile und Generationen wider. Sie nutzen auch die Möglichkeiten der Digitalisierung für die gesellschaftliche und räumliche Organisation.

Eine Mitte hat vielfältige Aufgaben:

  • MITTEn in der Gesellschaft sind Orte, die Menschen zusammenführen: zum Lernen, Arbeiten, Wohnen und Genießen. Alle generationsübergreifend mit zunehmend digitalen Anteilen – in unterschiedlichen Mischungen.  
  • MITTEn in den Städten und Dörfern: neue Nutzungen und Gestaltungsoptionen für alte und neue Beispiele der regionalen Baukultur. 
  • MITTEn sind in der virtuellen Vernetzung reale Orte, die vieles verbinden: Service und Begegnung, Produkte und KäuferInnen, Information und Aktion.
  • MITTEn in der Landschaft der Lebensstile und Kulturen: Bühnen für das Leben, Übungsstätten der Konfliktbewältigung, Festplätze für alle. 
  • MITTEn in Südwestfalen: Orte der geplanten, organisierten und zufälligen Begegnung in den unterschiedlichsten räumlichen und topographischen Situationen. Wir wollen aktiv mitwirken, aber auch mal nur beobachtend dabei sein.

Die Kunst digitaler Mitten wird es sein, nützliche wie spannende neue Allianzen von digitalen und analogen Projekten zu fördern. Menschen brauchen die persönliche Begegnung mit anderen. Sie organisieren ihr Leben jedoch zunehmend mit digitalen Hilfsmitteln, etwa beim Einkaufen oder um mobil zu sein, in Hubs oder Gemeinschaftsbüros und -werkstätten. Der Charme der Mitte kann unterstützt werden durch eine attraktive und energieeffiziente Beleuchtung, die digital gesteuert wird und sich so Jahreszeit und Wetter anpassen kann.

Service, Handel, Begegnung, Engagement, Freizeitmöglichkeiten, Orte für die telemedizinische Grundversorgung und andere Angebote können neu zusammen gedacht und realisiert werden. Sie alle brauchen in Zukunft eine digitale Basis. Und bis 2030 wird es noch ganz neue Entwicklungen geben, die wir heute noch gar nicht sehen.

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

„Digitale Mitten“ ist das Themenfeld bei der REGIONALE 2025, das die Schönheit der gebauten Umwelt im digitalen Zeitalter anspricht und Allianzen für das räumliche Miteinander stiftet.

Wir erhoffen uns Mitstreiter aus dem Einzelhandel, der Gastronomie, der Landwirtschaft, dem Handwerk, der Logistik, dem Tourismus, der Energieversorgung und Wohnungswirtschaft. Nur zusammen können wir die Herausforderungen bewältigen. Dafür sind Bürgerinnen und Bürger als Mitgestalter und Nutzer gefragt sowie Verwaltungen als wichtige Akteure bei der Umsetzung. 

Die zahlreichen Adressaten zeigen, wie vielfältig digitale Mitten gedacht werden können. Durch ihre aktive und prägende Gestaltung steigern sie unsere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

Wenn uns all dies gelingt, werden wir Digitalisierung in unserer gesellschaftlichen Mitte verorten, mehr Urbanität schaffen und auch die Lebensqualität in den Dörfern stärken.

Wie verändert sich die Gesellschaft in Südwestfalen?

Wir sind sicher, dass eine enge Vernetzung Vereinsarbeit, Ehrenamt und Kulturarbeit unterstützen und weiterbringen kann. Wenn es uns gelingt, Nachbarschaftshilfe und Sharing-Modelle mit digitaler Hilfe und Kommunikation leichter zu organisieren und zu verknüpfen, entstehen auch neue Perspektiven für die vielen ehrenamtlich Engagierten in der Region.

Wir in Südwestfalen sind überzeugt: Wir können die Digitalisierung dazu nutzen, neue Wege bei der Gesundheitsversorgung zu finden. Wenn wir bei der medizinischen Versorgung offen sind für digitale Hilfsmittel, um vom Notfall bis zur Pflege Sicherheit für Patienten zu schaffen, dann lässt es sich im ländlichen Raum auch zukünftig gut leben und arbeiten. 

Wenn uns digitale Vernetzung dabei hilft, Kulturangebote regional und über Südwestfalen hinaus zu präsentieren und zur Teilhabe anzustiften, kann sich die Region öffnen und so auch zugänglicher für Menschen aus anderen Regionen werden.

Mit diesen digitalen Strategien arbeiten die Projektbereiche "Gesundheit! Südwestfalen", "Wir in Südwestfalen" und "Kultur@Suedwestfalen".

Unser Zukunftsbild im Bereich "Gesundheit" für Südwestfalen im Jahr 2030

"Digital – so what?!" Unser Ziel ist, dass 2030 Digitalisierung im Gesundheitswesen in Südwestfalen völlig normal und von der Bevölkerung und den Akteuren der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung akzeptiert ist. Der Mensch steht im Mittelpunkt und die Technik orientiert sich an seinen Bedürfnissen. Persönliche Kontakte zwischen Ärzten und Patienten sind dann ebenso an der Tagesordnung wie virtuelle Visiten. 
Dabei sollen kooperative Versorgungsmodelle in Südwestfalen etabliert werden, die eine sektorenübergreifende Versorgung sichern.  

Wie entwickelt sich der Bereich Gesundheit bis 2030 nachhaltig weiter? 

Unser Zukunftsbild: Die sogenannte Telematik-Infrastruktur ist ausgebaut. Durch die Kooperation und digitale Vernetzung verschiedener Akteure können flächendeckende E-Health-Angebote entstehen, die einfach anwendbar sind und die Gesundheitsversorgung sichern. Es müssen zentrale Angebote in Dörfern und Quartieren etabliert werden, die nicht-technikaffine Menschen unterstützen und ihnen den Zugang zu E-Health ermöglichen. Damit fühlt sich die Bevölkerung Südwestfalens gesundheitlich, therapeutisch und in der Pflege gut versorgt. Prävention genießt einen hohen Stellenwert. Alle Angebote werden den Patienten bekannt gemacht und ihnen die Orientierung erleichtert (z.B. mit Hilfe von Lotsen).

Die Akteure aus dem Gesundheits- und Pflegewesen brauchen eine gemeinsame ganzheitliche Strategie für Südwestfalen, in der Schrittfolgen und Umsetzungsbausteine definiert werden. Das bezieht neue und bereits anderweitig erprobte Pilotprojekte ein und bringt diese in die Fläche. Die Projekte können im Zusammenspiel der verschiedenen Akteure neue Gestaltungsmöglichkeiten in diesem stark regulierten Bereich ausloten. Es braucht außerdem eine Arbeitsteilung in der medizinischen Versorgung – auch über Telemedizin.

Digitale Lösungen sowie ergänzende medizinische, pflegerische, ehrenamtliche und haushaltsnahe Dienstleistungen helfen auch zu Hause. 

Ganz wichtig: Alle digitalen Anwendungen sind sicher und die Daten geschützt. Die technischen und analogen Schnittstellenprobleme zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen sind weitgehend gelöst – auch die Überleitung von Patienten funktioniert gut. Und: Für die Beschäftigten im Gesundheitswesen müssen gute Arbeitsbedingungen mit flexiblen Arbeitszeiten und neuen Arbeitsformmodellen geschaffen werden. 

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Alle Beteiligten im Gesundheitswesen, wie Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken, ambulante und stationäre Pflege, Therapeuten sowie Krankenkassen müssen sich stärker vernetzen und enger zusammenarbeiten. Nur so können gute Projekte etabliert und tragfähige Konzepte entwickelt werden und neue Ideen zum Wohle der Patienten entstehen.

Darüber hinaus kann sich jedes wirtschaftlich tätige Unternehmen in Südwestfalen einbringen: die Leistungserbringer der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung, Hersteller und Dienstleister der Medizintechnik und Unternehmen, die im Bereich Gesundheit für sich Zukunftsfelder sehen. Zudem sollte jeder Arbeitgeber präventiv zur Gesundheitsversorgung und damit zur eigenen Attraktivität beitragen. 

Bildungsinstitutionen sind gefordert, alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen durch Aus-, Fort- und Weiterbildungen digital und interdisziplinär zu qualifizieren. Beratungs- und Informationsangebote helfen Investoren, die Chancen und Risiken für zukünftige Gesundheitsinnovationen abzuschätzen. 

Wenn uns all dies gelingt, wird die Gesundheitsversorgung in Südwestfalen anders, aber keineswegs schlechter! Eine offene Kommunikationskultur mit allen Patienten und Akteuren wird dazu beitragen, Innovationen voranzutreiben und ethische Fragen – auch die um die Nutzung künstlicher Intelligenz - auf Augenhöhe zu diskutieren und gemeinsame Antworten darauf zu finden. 

Unser Zukunftsbild für den Bereich "Kultur" in Südwestfalen im Jahr 2030

Kultur in ländlichen Räumen ist anders als in Metropolen. Südwestfalen bietet einen besonderen Freiraum für Kulturschaffende, der grün, erholsam, bunt, anregend, kreativ und vor allem inspirierend ist. Das spornt die Akteure an, mutige Ideen zu entwickeln und selbstbewusst umzusetzen und motiviert die Veranstalter, diesen eine Bühne zu geben. Sie alle tragen und machen Kultur. 

Wir möchten, dass eine breite Öffentlichkeit unsere kulturellen Stärken erlebt. Es ist uns wichtig, unser kulturelles Erbe zu erhalten und weiterzudenken und dabei Vorreiter in innovativer Kulturvermittlung zu sein. Dabei hilft uns die Digitalisierung, die Kultur für alle zugänglich zu machen. Sie ermöglicht uns auch, der Kultur neue Rahmen und Darstellungsformen zu geben und diese in eine breitere Öffentlichkeit zu tragen. 

Wie entwickeln wir Kultur in Südwestfalen bis 2030 nachhaltig weiter? 

Südwestfalen braucht eine gewachsene, vielfältige kulturelle Landschaft, in der kulturnahe Akteure in einem engen Netzwerk gemeinsam agieren. Egal, ob ehrenamtlich oder hauptamtlich organisiert: Gemeinsames Handeln auf strategischer und operativer Ebene steht an oberster Stelle. So können Kräfte für das Zusammenspiel von kulturellem Erbe, Hoch- und Alltagskultur gebündelt und ein Brückenschlag zwischen Generationen und Kulturen angestoßen werden. 

Die Besonderheit unserer Kultur in Südwestfalen ist, dass sie vor allen Dingen von den Menschen vor Ort in Ehrenamt und Bürgerschaft getragen wird. Wir müssen diese Menschen unterstützen, fördern und wertschätzen, um ihr Engagement als starke Säule für kulturelle Entwicklung in Südwestfalen zu erhalten.

Einen besonderen Fokus müssen wir auf kulturelle Bildung legen. Sie schafft neue Perspektiven und ermöglicht neue Formen gesellschaftlicher Teilhabe. 

Kultur steht für Kreativität, Neugier, Mut und Kooperation – alles Elemente, die es braucht, um den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten. Städte und Gemeinde wissen um ihre Verantwortung und nutzen die Chance, um sich ein kulturelles Profil zu erarbeiten. Kultur darf nicht mehr nur eine freiwillige Leistung sein. Politik und Wirtschaft sollten sie als harten Standortfaktor sehen, denn Kulturförderung ist auch gelebter Teil der Wirtschaftsförderung. 

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Unser Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, was unsere Kultur in all ihren Facetten bedeutet und wie sie unser Gemeinschaftsgefühl in Südwestfalen stärken kann. Denn nur wer sich mit Südwestfalen identifiziert, bleibt der Region erhalten und engagiert sich für sie. 

Die haupt- und ehrenamtlichen Kulturschaffenden finden in potenziellen Förderern und Sponsoren einen starken Partner. Beziehen wir sie frühzeitig in die Planung von kulturellen Projekten mit ein, kann dies nicht nur die wechselseitige Wertschätzung steigern, sondern auch neue Denkanstöße und letztlich kreative Ideen liefern. 

Eine weitere wichtige Säule ist die junge Kultur- und Kreativwirtschaft. Sie soll in der kulturellen Landschaft Südwestfalens Inspiration finden können, ebenso offene Zugänge zu Netzwerken, Räumen und Experimentierflächen. Dadurch ist es ihr möglich, sich zu etablieren, einen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung zu leisten und der gewachsenen Kultur neue Impulse zu verleihen. 

Wenn uns all dies gelingt, wird Kultur Südwestfalen nachhaltig bereichern und vor allen Dingen eines für uns sein: unverzichtbar.

Unser Zukunftbild für den Bereich "Wir in Südwestfalen" im Jahr 2030

Wir Menschen in Südwestfalen sind engagiert: in Vereinen, im Dorf, in Quartieren und für die Gesellschaft. Wir prägen das soziale Leben in unserem Ort, schlagen mit unserem Handeln Brücken zwischen Generationen und Kulturen. Dafür brauchen und nutzen wir Freiräume – physische und virtuelle.

Daraus entstehen neue Chancen für ein modernes Landleben, sowie für innovative Modelle des gesellschaftlichen Zusammenlebens in jedem Alter, das auch Neubürger, Zugezogene und Zugewanderte einbindet. Dabei können sich weltoffene, kreative, virtuelle, reale und inspirierende Begegnungsorte entwickeln, die eine „Lagerfeuer-Stimmung“ erzeugen:  Man fühlt sich wohl, eben wie zu Hause.

Wie entwickeln wir uns in Südwestfalen bis 2030 nachhaltig weiter?

Wir müssen definieren, worauf es uns zukünftig in unserer Gesellschaft ankommt, um gut in unseren Städten und Dörfern leben zu können. Digitalisierung ermöglicht uns, Dinge ganz neu zu denken. Dafür brauchen wir Freiräume zum Experimentieren, in denen sinnstiftende Tätigkeiten erprobt und gewinnbringend ausgelebt werden können. 

Bei Projekten im Rahmen der REGIONALE 2025 wird es darauf ankommen, das Vereinswesen und das bürgerschaftliche Engagement in all seinen Facetten in digitalen Strukturen weiterzudenken und neue Formate zu entwickeln. Vereine und Engagierte müssen neue Perspektiven für ihr bürgerschaftliches Engagement entdecken – auch durch digitale Möglichkeiten. Ihre Arbeit wird so erleichtert und Talente und Fähigkeiten können einfacher untereinander geteilt werden. Dabei müssen auch in Zivilgesellschaft und Ehrenamt digitale Kompetenzen aufgebaut werden, um sie zu professionalisieren und um die Handlungsspielräume zu nutzen, die durch Digitalisierung bereitgestellt werden.

Wer sich in Südwestfalen für die Gesellschaft engagiert, findet in der Gemeinschaft Rückhalt und hat eine Vorbildfunktion. Das bedeutet auch, dass gesellschaftliches Engagement umfassend wertgeschätzt werden muss – gerade von kommunalen, wirtschaftlichen und politischen Akteuren. Dann kann auch die junge Generation ein neues Selbstverständnis und eine neue Sensibilität für Beteiligung und Ehrenamt entwickeln. 

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Südwestfalen lebt vom kooperativen Miteinander. Durch neue persönliche Verbindungen, neue Perspektiven für Vereine und das Leben in der Region bildet sich auch ein neuer Sinn für Gemeinschaft. Wo Barrieren abgebaut, neue Ideen zugelassen und Impulse aufgegriffen werden, entsteht Dialog und wachsen Netzwerke. Davon profitieren auch die südwestfälischen Arbeitgeber. Denn gutes Leben und Arbeiten gehören in Südwestfalen zusammen.

Durch die voranschreitende Digitalisierung werden sich nicht nur die Arbeitsformen, sondern auch die Strukturen des gesellschaftlichen Engagements verändern. Das ergänzende Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt ist dabei besonders wichtig.

Wenn uns all dies gelingt, wir unser gesellschaftliches Leben gemeinsam engagiert gestalten, offen bleiben für neue Denk- und Gestaltungsweisen auch bei etablierten Organisationsformen, gewinnt dadurch jeder noch so kleine Winkel Südwestfalens.

Wie verändern sich Wirtschaft und Arbeit in Südwestfalen?

Wir in Südwestfalen sind überzeugt: Durch die Bündelung unseres Know-hows und unserer Kompetenzen gelingt es uns, den ohnehin starken Mittelstand innovativ auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Die enge branchen- und themenübergreifende Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen mit Start-ups wird frische Impulse setzen und originelle Geschäftsmodelle hervorbringen. Auch durch die Öffnung zu Bereichen wie Smart Living, Mobilität, Gesundheit, Wohnkultur und Daseinsvorsorge.

Zugleich entstehen Fragen und Chancen für Arbeitnehmer: Wie lebt und gestaltet man digitalisiertes Arbeiten – zu Hause oder im Co-Working-Hub? Wie können wir sicherstellen, dass uns die technische Weiterentwicklung nicht überholt? Wie lassen sich Familie und Beruf gut vereinbaren? Um aktiv die Chancen der Digitalisierung nutzen und die Risiken einschätzen zu können, brauchen wir alle "digitale Kompetenz". Darum müssen alle Bildungspfade entsprechend angereichert und vom Kindergarten bis zur Aus-, Fort- und Weiterbildung auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet werden.

Wenn wir regional produzieren und unsere Produkte regional verfügbar machen, entstehen neue Märkte und wir schaffen Lebensqualität in der Region. Ein ganzheitlicher Ansatz für Handwerkskunst, unser historisches Erbe, Landschaft, Baukultur und regionale Produkte eröffnet uns neue Dimensionen regionaler Wertschöpfung.

Hier setzen die Projektbereiche "Echte WERT-Schätze aus Südwestfalen", "Digitale Kompetenzlandschaft" und "Digitale Bildung" an. 

Unser Zukunftbild für den Bereich "Digitale Kompetenzlandschaft" in Südwestfalen im Jahr 2030?

Bis 2030 entwickeln wir in Südwestfalen eine digitale Kompetenzlandschaft. Wir bündeln unsere vorhandenen Kompetenzen, erkennen die Bedarfe in einer dynamischen und international zusehends vernetzten Wirtschaftswelt und treiben neue Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung voran.

Unsere Kompetenz liegt eindeutig im starken Mittelstand mit seiner engen Verbindung zwischen Unternehmern und Mitarbeitern – und das soll auch so bleiben. Allerdings müssen wir uns öffnen und untereinander stärker vernetzen: Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Verwaltungen, Start-ups und andere Akteure. Nur dann können wir selbstbestimmte Gestalter und Schrittmacher bleiben und uns in einem funktionierenden, digitalen Ökosystem bewegen. Ein System, das anpassungs- und entwicklungsfähig ist, nachhaltig, und vor allen Dingen: offen.

Wie entwickeln wir in Südwestfalen unsere "Digitale Kompetenzlandschaft" bis 2030 nachhaltig weiter? 

Unsere digitale Kompetenzlandschaft muss sich dadurch auszeichnen, dass wir

  • in Südwestfalen anwendungsorientiert handeln und denken.
  • vernetzt, agil und vertrauensvoll zusammenarbeiten.
  • das vorhandene Know-how der südwestfälischen Wirtschaft mit digitalen Innovationen verbinden und daraus neue Kompetenzen entstehen lassen.
  • die Stärken und Potenziale des Unternehmertums nutzen, pflegen und ausbauen. 
  • die Themen und Projekte der REGIONALE 2025 als Anwendungsfelder für Lösungen und potenzielle Geschäftsmodelle nutzen. Etwa in den Bereichen wie Smart Living, Gesundheit, Daseinsvorsorge, Mobilität und Bildung.

Wir müssen es schaffen, adaptierbare und wirtschaftlich rentable Lösungen für soziale, ökologische und ökonomische Herausforderungen zu liefern. Dadurch werden wir zum Vorbild für soziales Wirtschaften. Das heißt: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Südwestfalen müssen eingebunden und qualifiziert werden. 

Für unsere digitale Kompetenzlandschaft ist es notwendig, dezentrale Knotenpunkte, also inspirierende Räume für Co-Working zu schaffen, in denen Unternehmen, Hochschulen, Institute und Start-ups neue Ideen entwickeln können. Durch ihre besondere Ausstrahlung sind sie Anziehungspunkte für Fachkräfte, Gründer und digitale Nomaden. 

Dabei geht es darum, technologische Innovationen mit den Herausforderungen unserer Wirtschaft zu verbinden. Akteure und kreative Köpfe aus Südwestfalen und der ganzen Welt können dort Projektideen weiterentwickeln, sie in unternehmerische Konzepte überführen und vor Ort umsetzen. Insbesondere innovative Start-ups müssen bei uns in Südwestfalen die Chance haben, sich zu engagieren und ihr technisches Wissen effektiv einzubringen. Digitale Kompetenzknoten bieten neue Möglichkeiten zur Mitarbeit an Zukunftsthemen (z.B. für Uni, Schulen) und leben den ‚Open-Source‘-Gedanken.

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Wir sind eine Region des kooperativen Miteinanders. Deshalb agieren Institutionen, Akteure und Projekte in der digitalen Kompetenzlandschaft Südwestfalen miteinander, wirken systemisch zusammen und fördern sich gegenseitig. 

Die südwestfälischen Familienunternehmen leben eine unternehmerische Kultur, die sich in unserem Leitspruch "Alles echt!" ausdrückt. Dadurch schaffen wir ein Umfeld für ein nachhaltiges und (gesellschaftlich) verantwortungsvolles Wirken. So ergibt sich auch ein zuverlässiger Zugang zu Kapitalgebern, von dem Unternehmer und Gründer gleichermaßen profitieren.

Neue Modelle der Zusammenarbeit können bei uns erprobt werden. Wir unterstützen Netzwerke, Partnerschaften und überregionale Projekte, sodass sich Südwestfalen national und international profilieren kann. Die REGIONALE 2025 bietet dazu viele Anstöße. Klar ist: Transparenz, Vernetzung und Kommunikation werden in Südwestfalen langfristig gedacht und durch verlässliche Einrichtungen moderiert und vorangetrieben.

Wenn uns das gelingt, bleibt Südwestfalen auch in einer sich dynamisch entwickelnden Wirtschaftswelt ein Aushängeschild des nachhaltigen Unternehmertums.

Unser Zukunftsbild für den Bereich "Digitale Bildung" in Südwestfalen im Jahr 2030

Bildung ist unser Motor einer vernetzten digitalen Kompetenzlandschaft.

Unser Ziel: Bis 2030 baut Südwestfalen seine Stärken und Potenziale als Bildungs- und Weiterbildungsstandort mit vielfältigen bedarfsgerechten und lebensnahen Angeboten aus. Dafür benötigen wir sehr gute Bildungseinrichtungen, hoch qualifizierte Lehrende, innovative analoge sowie digitale Lehrmethoden und eine moderne technologische Ausstattung. 

Wie entwickeln wir in Südwestfalen unsere „Digitale Bildung“ bis 2030 nachhaltig weiter? 

Für alle unsere Bildungsangebote muss gelten: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Wir müssen sicherstellen, dass individuelle Talente und Fähigkeiten in allen Lebensphasen gefördert und gefordert werden – um Kompetenzen in der Region zu halten und neue Potenziale zu wecken.

Wir wollen und müssen permanent lernen, damit wir die digitalen und technologischen Veränderungen verstehen, um diese bewerten und nutzen zu können – für unsere regionale und vor allem für unsere persönliche Entwicklung, vom Kindergarten- bis zum Rentenalter.

Dies gelingt aber nur, wenn:

  • wir das globale Wissen bis in den kleinsten Winkel Südwestfalens verfügbar machen und zwar vernetzt, interaktiv, mobil und online.
  • wir Lehrende für alle Schulformen und Bildungsstufen fortbilden. Denn sie vermitteln aktuelles und relevantes Wissen über technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends. Nur so findet dieses Wissen seinen Weg in die südwestfälische Praxis aller gesellschaftlichen Gruppen.

Um diese Ziele zu erreichen, suchen wir über die REGIONALE 2025 engagierte Antreiber(innen) und Projekte. Unser industrieller Mittelstand ist in einer zusehends dynamischen und international vernetzten Wirtschaft auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen, auf die Nähe zu Start-ups und frische Ideen aus den Bildungseinrichtungen. Denkbar sind Knotenpunkte und sogenannte Hubs, also Orte, an denen diese Zusammenarbeit gestaltet werden kann und es Möglichkeiten für den intensiven Austausch gibt.

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Gefragt sind Kooperationen: Bildungseinrichtungen, Wirtschaft, Verwaltung, soziale Einrichtungen und Politik brauchen einen engen Austausch, um unsere Bildungslandschaft fortwährend weiterzuentwickeln. 

Alle, die Bildung vermitteln, nehmen auch in Zukunft eine zentrale Rolle für die Region ein:

  • Wenn Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote eng aufeinander abgestimmt sind, ermöglichen wir einen fließenden Übergang in den Beruf und bieten Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Berufsfelder. Daraus ergibt sich auch der Nährboden für innovative Gründungsideen. 
  • Unternehmen mit kreativen Mitarbeitern, innovative Gründer und Know-how-Träger mit frischen Ideen machen Südwestfalen zum globalen Schrittmacher bei gesellschaftlichen und technologischen Innovationen.
  • Wir lernen nicht nur für den Beruf. Digitale Bildung vermittelt wirtschaftliche, gesellschaftliche und digitale Kompetenzen. Das stärkt jeden Einzelnen – und somit auch unsere Region. 
  • Gute Bildungsangebote sind ein echter Standortfaktor für Familien und junge Menschen.
  • Bildung trägt zur Integration und zur Chancengleichheit bei und ermöglicht es jedem, am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Wenn uns all dies gelingt, haben wir alle etwas davon: Südwestfalen bleibt global wettbewerbsfähig und wir steigern den Wohlstand in der Region.

Unser Zukunftsbild für den Bereich "Echte WERT-Schätze" in Südwestfalen im Jahr 2030

Wir möchten zeigen, was wir haben, denn Südwestfalen ist eine wunderschöne Region mit hoher Wohn- und Lebensqualität, die für Tradition und Moderne steht. Dabei ist unsere Kultur- und Naturlandschaft der Boden für besondere regionale Wertschätze – sei es in Form von Gebäuden, Landschaften oder handwerklichen, industriellen oder land- und forstwirtschaftlichen Produkten. Sie stehen für eine besondere Qualität, Echtheit, Transparenz bei Herkunft und Ressourcen und schonen das Klima durch kürzere Transportwege. Regionale Produkte verbinden handwerkliches Können und individuelles Design. Unsere Landschaft, ein großer südwestfälischer Schatz, verbindet regionale Wertschöpfung und regionales Bewusstsein. 

Wir haben verstanden, wie wertvoll unsere regionalen Besonderheiten sind, sie begegnen uns regelmäßig. Wir wollen sie aktiv nutzen und tagtäglich (er)leben.

Wie entwickeln wir unsere WERT-Schätze aus Südwestfalen bis 2030 nachhaltig weiter? 

Unser Zukunftsbild: Wir werden eine Region der Wertschöpfung. Dafür brauchen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der Handwerkskunst, historisches Erbe und Baukultur sowie echte regionale Produkte miteinander verbindet. Einerseits, um diese Wertschätze bekannter zu machen und andererseits, um eine regionale Wertschöpfungskette zu initiieren, die ein Impuls für die regionale Entwicklung sein kann. 

Die Digitalisierung bietet dabei Hilfestellung und kreiert neue Zugänge zum Erleben der Landschaft. Sie hilft, innovative Plattformen für die Konfiguration von Produkten, für die weitere Vermarktung und den Vertrieb aufzubauen oder bereits gut funktionierende Plattformen zu nutzen. Diese können als virtueller Marktplatz, Schaufenster und Werkstatt für regionale Produktkooperationen zwischen den unterschiedlichen Akteuren dienen. 

Gleichzeitig müssen reale Orte mit persönlicher Begegnung gefunden werden: Aus dem digitalen entsteht so ein persönliches Netzwerk zwischen Verbrauchern und Produzenten. An realen Erlebnisorten (z. B. Hof, Werkstatt) werden die Produkte erfahrbar. Denn sie sind authentisch und erzählen eine Geschichte – auch von den Menschen, die sie zu dem machen, was sie sind. Sie stehen für die besondere Lebensqualität und man fühlt sich durch sie eng mit Südwestfalen verbunden. So kann eine neue Qualität der Kooperation entlang der Wertschöpfungskette entstehen. 

Das wird nicht nur den Wirtschaftskreislauf mit heimischen Betrieben stärken, Arbeitsplätze sichern und Perspektiven schaffen, sondern auch zur Anerkennung und Wertschätzung derjenigen beitragen, die die Produkte mit höchster Sorgfalt (an)bauen, verarbeiten und herstellen. 

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Die Wertschätze vor der eigenen Haustür haben für die Menschen in Südwestfalen einen großen Stellenwert. Sie finden sich in vielen Branchen wieder: Mit transparenten Qualitätskriterien, in abgestimmten regionalen Labels und einer schlüssigen Gesamtstrategie werden sie erkennbar. Was "Made in Südwestfalen" ist, steht für eine hohe Produktqualität. 

Produzenten und Hersteller stärken und entwickeln die regionale Wertschöpfung gemeinsam kreativ weiter. 

Wenn es uns gelingt, die bereits jetzt funktionierende partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Naturparken, Umweltverbänden, dem Tourismus, der Wirtschaft, den Kommunen und den Hochschulen weiter auszubauen, dann können wir mit unseren Produkten neue Geschäftsideen und Vertriebszweige entwickeln. So schaffen wir zukunftsfähige Strukturen für südwestfälische Wertschätze. 

Bevor Sie eine Projektidee einreichen, können Sie anhand zweier kurzer Listen überprüfen, ob Ihre Idee bereit ist für die REGIONALE 2025.

Die sieben Leitfragen bieten Ihnen einen Überblick, welche Anforderungen an ein REGIONALE-2025-Projekt gestellt werden. So haben Sie die Möglichkeit, selbst zu überprüfen, ob Ihre Idee zur REGIONALE 2025 in Südwestfalen passt bzw. wo Sie in der Vorbereitung noch nachsteuern müssen.

Der DNA-Check dient dazu, nachzuvollziehen, ob Ihr Projekt einzelne oder gar mehrere digitale, nachhaltige und authentische Aspekte erfüllt. 

Hat das Projekt die Südwestfalen-DNA

Digital ist ein Projekt, wenn ...

  • Digitalisierung das Thema eines Projekts ist, z.B. Inhaltsschwerpunkt einer neuen Einrichtung
  • Digitalisierung als Gestaltungsinstrument dient, z.B. eine neue Technologie genutzt wird
  • es Lösungen und Antworten bietet für konkrete Herausforderungen und Veränderungen im Zuge der digitalen Transformation

Nachhaltig ist ein Projekt, wenn ...

  • es Ressourcen schont oder regionale bauliche, landschaftlich und ökonomische Ressourcen fördert
  • es eine Antwort gibt auf die Folgen des Klimawandels bzw. Lösungen bietet in der Klimafolgenanpassung
  • es auch bei veränderten wirtschaftliche, gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen erfolgreich ist und tragfähig bleibt
  • es übertragbare Lösungen bietet, etwa für andere Regionen

Authentisch ist ein Projekt, wenn ...

  • es zum Charakter der Menschen, Dörfer, Städte und Gemeinden in Südwestfalen passt
  • es sich die Eigenheiten und Stärken der Region zu eigen macht und damit zukunftsgerichtete Perspektiven schafft
  • es auf den gelebten Zusammenhalt in der Region setzt und verschiedene Akteure unter einem Dach versammelt, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten
1. Was trägt das Projekt dazu bei, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und die Zukunftsfähigkeit Südwestfalens zu stärken?
2. Wie zahlt Ihr Projekt auf den in der REGIONALE-Bewerbung beschriebenen Qualitätssprung hin?
3. Wie findet sich die Südwestfalen-DNA in Ihrem Projekt wieder?
4. Inwieweit gehen die Ziele des Projekts oder die Art der Umsetzung auf die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen ein?
5. Welche besonderen Potenziale und Kompetenzen und welches spezifische Know-how sichern einen hohen Qualitätsstandard? Welche Organisations- bzw. Kooperationsformen gewährleisten in die Zusammenhang eine erfolgreiche Realisierung?
6. Warum besitzt das Projekt bei den Trägern und Akteuren besindere Prioriät und sollte auch bei knappen Ressourcen gegebenenfalls zu Lasten anderer Aktivitäten und Vorhaben umgesetzt werden?
7.   Was und wie könnten andere von dem Projekt lernen?

Um Projekte einzureichen, gibt es eine eigene Online-Plattform: www.regionaleplattform.com

Mit diesem Online-Werkzeug unterstützen wir Sie bei der Einreichung von Projektanträgen zur REGIONALE 2025 und beim späteren Qualifizierungsprozess. Sie können an Ihren Anträgen auf dieser Plattform arbeiten, Zwischenstände abspeichern, diese als PDF an Partnerinnen und Partner senden und nach Fertigstellung den Projektantrag final einreichen. 

Einen Überblick über alle bisher ausgezeichneten Projekte gibt es hierhttps://www.suedwestfalen-agentur.com/regionale-2025/projekte/ 
Die Projekte lassen sich nach Kreis, Themengebiet und nach der Anzahl der Sterne sortieren.

Wir haben Ihnen Informationen zur Verfügung gestellt, die Sie bei Ihrer kreativen Arbeit unterstützen.

  • Der suedwestfalen.compass - Der Compass gibt Ihnen einen Komplett-Überblick über die REGIONALE 2025, das Vorhaben Südwestfalens und er hilft Projektträgerinnen und Projektträgern dabei Projekte zu entwickeln.
    Hier downloaden.
     
  • Kurz erklärt: Ideen einreichen - Hier finden Sie auf einer Seite komprimiert die verschiedenen Etappen aufgeführt, die ein Projekt durchläuft. 
    Hier downloaden.
  • Die Handreichung zum ersten Stern: Die Handreichung hilft allen Projektträgerinnen und Projektträgern dabei ihr Projekt ins REGIONALE-Rennen zu schicken. 
    Hier downloaden.
     
  • Die Handreichung zum zweiten Stern: Diese Handreichung ist für alle Projektträgerinnen und Projekttrräger interessant, deren Projekt bereits einen Stern erhalten hat und nun konzeptionell weiter ausgearbeitet werden muss. 
    Hier downloaden.
     
  • Die Handreichung zum dritten Stern: Um die letzte Hürde auf dem Weg zum dritten Stern zu nehmen, dient diese Handreichung als Empfehlung. 
    Hier downloaden.

Sie haben noch Fragen zur REGIONALE 2025? Dann melden Sie sich gerne! 

Entweder bei den Südwestfalen-Beauftragten in den Kreishäusern der Region oder bei den Projektmanagerinnen und Projektmanagern der Südwestfalen Agentur.

Alle Kontakte finden Sie hier: https://www.suedwestfalen-agentur.com/regionale-2025/ansprechpartnerinnen/