Bis 2030 entwickeln wir in Südwestfalen eine digitale Kompetenzlandschaft. Wir bündeln unsere vorhandenen Kompetenzen, erkennen die Bedarfe in einer dynamischen und international zusehends vernetzten Wirtschaftswelt und treiben neue Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung voran.

Unsere Kompetenz liegt eindeutig im starken Mittelstand mit seiner engen Verbindung zwischen Unternehmern und Mitarbeitern – und das soll auch so bleiben. Allerdings müssen wir uns öffnen und untereinander stärker vernetzen: Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Verwaltungen, Start-ups und andere Akteure. Nur dann können wir selbstbestimmte Gestalter und Schrittmacher bleiben und uns in einem funktionierenden, digitalen Ökosystem bewegen. Ein System, das anpassungs- und entwicklungsfähig ist, nachhaltig, und vor allen Dingen: offen.

Wie entwickeln wir in Südwestfalen unsere „Digitale Kompetenzlandschaft“ bis 2030 nachhaltig weiter? 

Unsere digitale Kompetenzlandschaft muss sich dadurch auszeichnen, dass

  • wir in Südwestfalen anwendungsorientiert handeln und denken.
  • wir vernetzt, agil und vertrauensvoll zusammenarbeiten.
  • wir das vorhandene Know-how der südwestfälischen Wirtschaft mit digitalen Innovationen verbinden und daraus neue Kompetenzen entstehen lassen.
  • wir die Stärken und Potenziale des Unternehmertums nutzen, pflegen und ausbauen 
  • wir die Themen und Projekte der REGIONALE 2025 als Anwendungsfelder für Lösungen und potenzielle Geschäftsmodelle nutzen. Etwa in den Bereichen wie Smart Living, Gesundheit, Daseinsvorsorge, Mobilität und Bildung.

Wir müssen es schaffen, adaptierbare und wirtschaftlich rentable Lösungen für soziale, ökologische und ökonomische Herausforderungen zu liefern. Dadurch werden wir zum Vorbild für soziales Wirtschaften. Das heißt: Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Südwestfalen müssen eingebunden und qualifiziert werden. 

Für unsere digitale Kompetenzlandschaft ist es notwendig, dezentrale Knotenpunkte, also inspirierende Räume für Co-Working zu schaffen, in denen Unternehmen, Hochschulen, Institute und Start-ups neue Ideen entwickeln können. Durch ihre besondere Ausstrahlung sind sie Anziehungspunkte für Fachkräfte, Gründer und digitale Nomaden. 

Dabei geht es darum, technologische Innovationen mit den Herausforderungen unserer Wirtschaft zu verbinden. Akteure und kreative Köpfe aus Südwestfalen und der ganzen Welt können dort Projektideen weiterentwickeln, sie in unternehmerische Konzepte überführen und vor Ort umsetzen. Insbesondere innovative Start-ups müssen bei uns in Südwestfalen die Chance haben, sich zu engagieren und ihr technisches Wissen effektiv einzubringen. Digitale Kompetenzknoten bieten neue Möglichkeiten zur Mitarbeiter an Zukunftsthemen (z.B. für Uni, Schulen) und leben den ‚Open-Source‘-Gedanken.

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Wir sind eine Region des kooperativen Miteinanders. Deshalb agieren Institutionen, Akteure und Projekte in der digitalen Kompetenzlandschaft Südwestfalen miteinander, wirken systemisch zusammen und fördern sich gegenseitig. 

Die südwestfälischen Familienunternehmen leben eine unternehmerische Kultur, die sich in unserem Leitspruch „Alles echt!“ ausdrückt. Dadurch schaffen wir ein Umfeld für ein nachhaltiges und (gesellschaftlich) verantwortungsvolles Wirken. So ergibt sich auch ein zuverlässiger Zugang zu Kapitalgebern, von dem Unternehmer und Gründer gleichermaßen profitieren.

Neue Modelle der Zusammenarbeit können bei uns erprobt werden. Wir unterstützen Netzwerke, Partnerschaften und überregionale Projekte, sodass sich Südwestfalen national und international profilieren kann. Die REGIONALE 2025 bietet dazu viele Anstöße. Klar ist: Transparenz, Vernetzung und Kommunikation werden in Südwestfalen langfristig gedacht und durch verlässliche Einrichtungen moderiert und vorangetrieben.

Wenn uns das gelingt, bleibt Südwestfalen auch in einer sich dynamisch entwickelnden Wirtschaftswelt ein Aushängeschild des nachhaltigen Unternehmertums.


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