Digitale Mitten in Städten und Dörfern sind physische Orte mit digitalen Anteilen –   das unterscheidet sie von virtuellen Kompetenzzentren. Sie haben Flair, Wind, Düfte, eine Atmosphäre, sie lassen Südwestfalen sichtbar und spürbar werden. Sie wecken das Bedürfnis, an einem gemeinsamen Ort zusammenzukommen. 

 

Wie entwickeln wir unsere digitalen Mitten in Südwestfalen bis 2030 nachhaltig weiter?

Typisch für unsere Region ist, dass wir das Gemeinsame schätzen und eine Region der gelebten Kooperation sind. Darum spiegeln unsere „digitalen Mitten“ die Vielfalt der Lebensstile und Generationen wider. Sie nutzen auch die Möglichkeiten der Digitalisierung für die gesellschaftliche und räumliche Organisation.

Eine Mitte hat vielfältige Aufgaben:

  • MITTEn in der Gesellschaft sind Orte, die Menschen zusammenführen: zum Lernen, Arbeiten, Wohnen und Genießen. Alle generationsübergreifend mit zunehmend digitalen Anteilen – in unterschiedlichen Mischungen.  
  • MITTEn in den Städten und Dörfern: neue Nutzungen und Gestaltungsoptionen für alte und neue Beispiele der regionalen Baukultur. 
  • MITTEn sind in der virtuellen Vernetzung reale Orte, die vieles verbinden: Service und Begegnung, Produkte und KäuferInnen, Information und Aktion.
  • MITTEn in der Landschaft der Lebensstile und Kulturen: Bühnen für das Leben, Übungsstätten der Konfliktbewältigung, Festplätze für alle. 
  • MITTEn in Südwestfalen: Orte der geplanten, organisierten und zufälligen Begegnung in den unterschiedlichsten räumlichen und topographischen Situationen. Wir wollen aktiv mitwirken, aber auch mal nur beobachtend dabei sein.

Die Kunst digitaler Mitten wird es sein, nützliche wie spannende neue Allianzen von digitalen und analogen Projekten zu fördern. Menschen brauchen die persönliche Begegnung mit anderen. Sie organisieren ihr Leben jedoch zunehmend mit digitalen Hilfsmitteln, etwa beim Einkaufen oder um mobil zu sein, in Hubs oder Gemeinschaftsbüros und -werkstätten. Der Charme der Mitte kann unterstützt werden durch eine attraktive und energieeffiziente Beleuchtung, die digital gesteuert wird und sich so Jahreszeit und Wetter anpassen kann.

Service, Handel, Begegnung, Engagement, Freizeitmöglichkeiten, Orte für die telemedizinische Grundversorgung und andere Angebote können neu zusammen gedacht und realisiert werden. Sie alle brauchen in Zukunft eine digitale Basis. Und bis 2030 wird es noch ganz neue Entwicklungen geben, die wir heute noch gar nicht sehen.

 

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

„Digitale Mitten“ ist das Themenfeld bei der REGIONALE 2025, das die Schönheit der gebauten Umwelt im digitalen Zeitalter anspricht und Allianzen für das räumliche Miteinander stiftet.

Wir erhoffen uns Mitstreiter aus dem Einzelhandel, der Gastronomie, der Landwirtschaft, dem Handwerk, der Logistik, dem Tourismus, der Energieversorgung und Wohnungswirtschaft. Nur zusammen können wir die Herausforderungen bewältigen. Dafür sind Bürgerinnen und Bürger als Mitgestalter und Nutzer gefragt sowie Verwaltungen als wichtige Akteure bei der Umsetzung. 

Die zahlreichen Adressaten zeigen, wie vielfältig digitale Mitten gedacht werden können. Durch ihre aktive und prägende Gestaltung steigern sie unsere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

Wenn uns all dies gelingt, werden wir Digitalisierung in unserer gesellschaftlichen Mitte verorten, mehr Urbanität schaffen und auch die Lebensqualität in den Dörfern stärken.