Wir Menschen in Südwestfalen sind engagiert: in Vereinen, im Dorf, in Quartieren und für die Gesellschaft. Wir prägen das soziale Leben in unserem Ort, schlagen mit unserem Handeln Brücken zwischen Generationen und Kulturen. Dafür brauchen und nutzen wir Freiräume – physische und virtuelle.

Daraus entstehen neue Chancen für ein modernes Landleben, sowie für innovative Modelle des gesellschaftlichen Zusammenlebens in jedem Alter, das auch Neubürger, Zugezogene und Zugewanderte einbindet. Dabei können sich weltoffene, kreative, virtuelle, reale und inspirierende Begegnungsorte entwickeln, die eine „Lagerfeuer-Stimmung“ erzeugen:  Man fühlt sich wohl, eben wie zu Hause.

 

Wie entwickeln wir uns in Südwestfalen bis 2030 nachhaltig weiter?

Wir müssen definieren, worauf es uns zukünftig in unserer Gesellschaft ankommt, um gut in unseren Städten und Dörfern leben zu können. Digitalisierung ermöglicht uns, Dinge ganz neu zu denken. Dafür brauchen wir Freiräume zum Experimentieren, in denen sinnstiftende Tätigkeiten erprobt und gewinnbringend ausgelebt werden können. 

Bei Projekten im Rahmen der REGIONALE 2025 wird es darauf ankommen, das Vereinswesen und das bürgerschaftliche Engagement in all seinen Facetten in digitalen Strukturen weiterzudenken und neue Formate zu entwickeln. Vereine und Engagierte müssen neue Perspektiven für ihr bürgerschaftliches Engagement entdecken – auch durch digitale Möglichkeiten. Ihre Arbeit wird so erleichtert und Talente und Fähigkeiten können einfacher untereinander geteilt werden. Dabei müssen auch in Zivilgesellschaft und Ehrenamt digitale Kompetenzen aufgebaut werden, um sie zu professionalisieren und um die Handlungsspielräume zu nutzen, die durch Digitalisierung bereitgestellt werden.

Wer sich in Südwestfalen für die Gesellschaft engagiert, findet in der Gemeinschaft Rückhalt und hat eine Vorbildfunktion. Das bedeutet auch, dass gesellschaftliches Engagement umfassend wertgeschätzt werden muss – gerade von kommunalen, wirtschaftlichen und politischen Akteuren. Dann kann auch die junge Generation ein neues Selbstverständnis und eine neue Sensibilität für Beteiligung und Ehrenamt entwickeln. 

 

Welche Akteure sind besonders gefragt und wie profitiert die Region?

Südwestfalen lebt vom kooperativen Miteinander. Durch neue persönliche Verbindungen, neue Perspektiven für Vereine und das Leben in der Region bildet sich auch ein neuer Sinn für Gemeinschaft. Wo Barrieren abgebaut, neue Ideen zugelassen und Impulse aufgegriffen werden, entsteht Dialog und wachsen Netzwerke. Davon profitieren auch die südwestfälischen Arbeitgeber. Denn gutes Leben und Arbeiten gehören in Südwestfalen zusammen.

Durch die voranschreitende Digitalisierung werden sich nicht nur die Arbeitsformen, sondern auch die Strukturen des gesellschaftlichen Engagements verändern. Das ergänzende Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt ist dabei besonders wichtig.

Wenn uns all dies gelingt, wir unser gesellschaftliches Leben gemeinsam engagiert gestalten, offen bleiben für neue Denk- und Gestaltungsweisen auch bei etablierten Organisationsformen, gewinnt dadurch jeder noch so kleine Winkel Südwestfalens.